Sinti und Jenische

Jahrzehntelang verfolgten Schweizer Behörden Jenische und Sinti gezielt, rissen Familien auseinander und platzierten Kinder in Heimen. Nun will das Eidgenössische Departement des Innern dieses als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannte Unrecht von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen. Einen Schritt, den auch Betroffene begrüssen.

Nachdem Bundesrat und Nationalrat die jahrzehntelange Verfolgung von Jenischen und Sinti als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt haben, erachtet das Innendepartement nun die Einsetzung einer unabhängigen Kommission als notwendig. Diese soll das Unrecht, besonders im Zeitraum zwischen den 1920er- und 1970er-Jahren, vollständig aufklären. Rechtlicher Rahmen, Auftrag und Finanzierung werden derzeit ausgearbeitet; das letzte Wort hat der Gesamtbundesrat.

Echo der Zeit (SRF)